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URBAN LIGHTS RUHR – Internationale Künstler verwandeln die Innenstadt von Hamm in einen Lichtkunstparcours

18/09/2014

Urbane Künste Ruhr veranstaltet die zweite Ausgabe des Lichtparcours vom 25. September bis 11. Oktober 2014 im öffentlichen Raum von Hamm.

18. September 2014, Hamm – Das neue Lichtkunstformat URBAN LIGHTS RUHR, initiiert von Urbane Künste Ruhr, lädt internationale Künstler ein, sich mit künstlichem Licht im Stadtraum der Kulturmetropole Ruhr zu beschäftigen. Fünf internationale Künstler und Künstlergruppen verwandeln in der zweiten Ausgabe von URBAN LIGHTS RUHR nach 2013 die Stadt Hamm ab dem 25. September in einen urbanen Lichtparcours. LAb[au], plastique fantastique, Sans façon, RaumZeitPiraten und Jun Yang realisieren zehn Kunstinstallationen in der Innenstadt, die sich unterschiedlich in Form, Material und Inhalt mit dem Thema Lichtkunst und Lichtgestaltung im öffentlichen Raum auseinander setzen. 2013 wurde im Rahmen von URBAN LIGHTS RUHR in Bergkamen ein abrissbereiter Wohnturm zu einem spektakulären Lichtkunstwerk.

Ulrich Weißenberg, Fachbereichsleiter Kultur der Stadt Hamm: „Wir freuen uns, dass URBAN LIGHTS RUHR dieses  Jahr in Hamm stattfindet. Das Projekt zeigt beispielhaft, welche künstlerischen Möglichkeiten Licht besitzt, um den Stadtraum zu verändern. Wir sind gespannt auf die Reaktionen der Bürgerinnen und Bürger der Stadt.“

Heinz-Martin Muhle, Leiter des Stadtplanungsamtes der Stadt Hamm: „Lichtkunst kann Stadträumen eine völlig neue Wahrnehmung geben. URBAN LIGHTS RUHR hat sich mit der Hammer Innenstadt einen Raum ausgesucht, in dem derzeit viele aktuelle städtebauliche und planerische Entwicklungen stattfinden, die durch die Lichtkunstwerke exemplarisch in Szene gesetzt werden.“

Katja Aßmann, Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr: „Lichtkunst hat in Hamm und in der Region eine große Bedeutung. URBAN LIGHTS RUHR unterstreicht mit anderen Lichtkunstprojekten wie Hellweg ein Lichtweg diesen Stellenwert. Wie bei vielen Projekten von Urbane Künste Ruhr können die Bürger und Besucher  mit den Kunstwerken direkt in Kontakt treten und eigene Erfahrungen sammeln. Nur mit ihrer Teilnahme können die Installationen erfolgreich eine Plattform der Kommunikation und des Austausches bilden.“

Die Arbeiten im Detail:

Jun Yang – REVOLUTIONS
Ort: Weststraße 44
Die Arbeit REVOLUTIONS beschreibt die typischen Eigenarten revolutionärer Bewegungen. Innerhalb eines Schattenspiels kann der Besucher sich aktiv einbringen und Teil des Kunstwerkes werden. Die begehbare Installation besteht aus einer durchlaufenden Animation einer Revolutionsabfolge, die mittels eines Projektors auf eine Fläche projiziert wird. Zwischen Projektionsfläche und Projektor befindet sich ein Raum, der für ca. zehn Besucher begehbar sein soll. Dieser Raum wird von der Rückwand aus mit Leuchtstoffröhren beleuchtet, so dass jeder, der den Raum betritt von einer installierten Kamera erfasst und auf die Projektionsfläche projiziert wird. Die Besucher der Installation können so entweder selbst an der animierten Revolution teilnehmen oder nur dem Schattentheater zusehen.

Lab[au] – Binary Waves
Ort:
am Ufer des Datteln-Hamm-Kanals auf einem Betriebsweg des Wasserschifffahrtsamtes
Die Installation besteht aus 40 rotierenden und beleuchteten Tafeln, die mit ihrem Umfeld interagieren. Durch die Einflüsse der direkten Umgebung wird die Rotation und Illuminierung der einzelnen Tafeln beeinflusst. Über Sensoren werden elektromagnetische und infrastrukturelle Einwirkungen aufgenommen und auf den Tafeln mit rotem bzw. weißem Licht dargestellt. Die Tafeln haben jeweils eine schwarze, reflektierende Seite und eine mattweiße Seite. Durch die Verortung direkt am Wasser soll die Installation die in dem Projekt Hamm ans Wasser angestrebte engere Verbindung zwischen Innenstadt und Wasser aufgreifen und verbessern.

plastique fantastique – THE SOUND OF LIGHT
Ort:
Musikpavillon am Ostring
Die Installationen THE SOUND OF LIGHT bestehen aus mehreren begehbaren aufgeblasenen Elementen. Die einzelnen Installationen werden über den innerstädtischen Raum verteilt. Vorhandene Räume werden von den Installationen umschlossen und integriert. Der langgezogene Säulengang des Hammer Musikpavillons wird mit der langen aufblasbaren und begehbaren Struktur THE SOUND OF LIGHT  gefüllt. Das einstrahlende Sonnenlicht wird im Inneren der Skulptur in Sound umgewandelt.

plastique fantastique – Rettungsring
Ort:
Teich im Nordringpark
Die ringförmige, aufblasbare Skulptur Rettungsring liegt im Nordringpark halb an Land, halb auf dem Wasser. Die Installation ist nicht begehbar.

plastique fantastique – Aereopolis
Ort:
am Ufer des Datteln-Hamm-Kanals unterhalb der Münsterstraßenbrücke
Aereopolis ist eine große aufblasbare Blase, die auf der Grünfläche neben dem Ufer des Datteln-Hamm-Kanals liegt. Die Installation ist begehbar und kann als Veranstaltungsort für bis zu 99 Besucher genutzt werden.

plastique fantastique –  Supertunnel
Ort:
Fußgängerunterführung unter der Münsterstraßenbrücke
Die neue begehbare Skulptur wird als aufblasbare halbe Röhre durch die Fahrrad- und Fußgängerunterführung gelegt, die von innen beleuchtet wird. Sie ragt an beiden Seiten aus dem Tunnel heraus, so dass Fahrradfahrer und Fußgänger die Installation sehen, bevor sie in den Tunnel einfahren. Der Durchgang wird somit nicht behindert.

RaumZeitPiraten – CycloCopter
Ort:
Tour durch die Hammer Innenstadt
Die CycloCopter sind von den RaumZeitPiraten konstruierte Gefährte für urbane Interventionen. Mobile, optoakustische Systeme mit denen unabhängig von externer Elektrizitätsversorgung öffentliche Schauplätze bespielt und umgestaltet werden können. Während der abendlichen Fahrten werden im Stadtraum Fundstücke wie Pflanzenteile, Wasserproben und Abfälle, gesammelt, die in die diversen analogen Projektionsvorrichtungen der CycloCopter eingespannt und auf öffentlichen Oberflächen, z.B. Häuserfassaden, parkende Autos, Plakatwände, Straßenbelag, projiziert werden. Die Apparaturen und Aufbauten auf den modifizierten Lastenfahrrädern sind kinetische Lichtinstallationen, die über Mikrofone und akustische Sensoren angesteuert werden können, so dass Umgebungsgeräusche und alle an den jeweiligen Spielorten vorhandenen Klangerzeuger (z.B. Menschen, Tiere, Verkehrslärm, Gewässer) in die Aktionen einwirken und jeder Ort seinen individuellen Beitrag zur Umsetzung leistet. An der Rundfahrt können alle Passanten und Radfahrer teilnehmen.

Sans façon – Pantone Perfect
Ort:
Hochbunker am Südring 2
Pantone Perfect zeigt in einem stündlichen Rhythmus die Veränderung der Himmelsfarbe an. Angelehnt an den Cyanometer von Horace-Bénédict de Saussure werden in einer automatisierten Installation die jeweiligen Blautöne mit Farbpigmenten, wie sie auch an Holi-Festivals verwendet werden, gemischt und an die Fassade des Hochbunkers geworfen. So entsteht auf der Fassade des Gebäudes ein ungewöhnlicher Zeitanzeiger, der die stetige Veränderung des Himmels verdeutlicht und zu einem Event macht.

Sans façon – Sunset Sunrise
Ort:
Busbahnhofs Hamm
Die Installation Sunset Sunrise zeigt den stetigen zeitgleichen Sonnenaufgang und -untergang in Städten rund um die Welt. Sie verdeutlicht den durch die Zeitverschiebung verschobenen Tagesablauf und den Lauf der Sonne. Die Künstler verwenden dazu Anzeigen, wie sie aus der Verkehrsführung bekannt sind. Zwei Anzeigen werden einander gegenüber gestellt und während jeweils die eine den Ort mit dem derzeitigen Sonnenaufgang anzeigt, zeigt die gegenüberliegende den Ort des aktuellen Sonnenuntergangs an.

Sans façon – Limelight
Ort:
Bahnhofstraße Ecke Luisenstraße
Limelight besteht aus zwei Theaterspots, die an vorhandener Straßenbeleuchtung im öffentlichen Raum installiert werden. Gegen Abend und mit dem Betrieb der Straßenbeleuchtung bilden die Scheinwerfer einen Spot auf dem Boden, der Passanten die Möglichkeit zu einem besonderen Auftritt bietet. Die interaktive Installation ist für jeden frei zugänglich.

Lichtkunst in Hamm
Lichtkunst hat in Hamm eine wichtige Bedeutung und eine lange Tradition. Die Stadt nimmt an der Licht(Kunst)Region Europas Hellweg – ein Lichtweg teil. In diesem Rahmen findet das Projekt Brücken und Licht statt, eine künstlerische Inszenierung von Brücken im Stadtgebiet. Ziel ist es, diese aus ihrer reinen Verkehrsfunktion zu lösen und sie Bewohnern und Besuchern buchstäblich vor Augen zu führen.

Urbane Künste Ruhr
Urbane Künste Ruhr ist eine Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr. Die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets wird zum Anlass genommen, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann entwickelt und realisiert Urbane Künste Ruhr Projekte, die den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Urbane Künste Ruhr wagt einen neuen Blick auf das Ruhrgebiet, auf Stadt an sich und auf die Möglichkeiten der Kunst.

URBAN LIGHTS RUHR
25. September bis 11. Oktober 2014
Jeweils von Donnerstag bis Samstag
16 bis 24 Uhr im Zentrum von Hamm

Eröffnung
25. September 2014, 18 Uhr
Infopavillon
Heinrich-Reinköster-Straße 6
59065 Hamm

Kuratorenführung
26. September 2014, 19 Uhr
Infopavillon
Heinrich-Reinköster-Straße 6
59065 Hamm

URBAN LIGHTS RUHR wird realisiert von Urbane Künste Ruhr in Kooperation mit der Stadt Hamm.

Medienpartner: www.deconarch.com

www.urbanekuensteruhr.de

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Urbane Künste Ruhr
Leithestraße 35
45886 Gelsenkirchen