DAS DETROIT-PROJEKT: Grüne Bühne

Sunday, 01. June
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Gemeinschaftsgärten beruhen auf dem Konzept der Allmende. Als landwirtschaftlicher Begriff bezeichnet Allmende Gemeinschafts- oder Genossenschaftsbesitz abseits der parzellierten landwirtschaftlichen Nutzfläche. Ein Stück Land, das gemeinschaftlich genutzt wird und dessen Erträge geteilt werden. Diese Art der gemeinschaftlichen Wirtschaft, im frühen Mittelalter entstanden, erlebte zuletzt im 19. Jahrhundert in Deutschland eine Renaissance mit den sogenannten „Armen- und Arbeitergärten“. Kommunen stellten ihren Bürger Landstücke zur Verfügung um zu gewährleisten, dass sich auch die Stadtbevölkerung durch Subsistenzwirtschaft gesund ernährt. In Bochum gab es beispielsweise über Jahrhunderte die sogenannten Vöden, welche gemeinschaftlich im Wechsel als Weide- und Agrarland genutzt wurden.
 
Im Gegensatz zu Schrebergärten ist der Gemeinschaftsgarten nicht in einzelne Parzellen aufgeteilt. Die Beete werden gemeinschaftlich angelegt und gepflegt. So können auch Menschen mit geringem Zeit- und Finanzbudget teilhaben. Gemeinschaftsgärten sind partizipativ und leben von der Einbindung möglichst vieler Menschen, die auch ohne Vorwissen mitgärtnern können.
 
Seit einigen Jahren wächst auch im Ruhrgebiet die Zahl der Gemeinschaftsgärten, deren Planung und Entwicklung von einem neu gegründeten und von der Stiftung Interkultur aktiv unterstütztem Netzwerk begleitet wird.
 
Die Grüne Bühne ist der erste Schritt zu Etablierung eines dauerhaften Gemeinschaftsgartens für Bochum. Realisiert wird sie auf dem Theatervorplatz durch den Gemeinschaftsgarten e.V. im Rahmen des Zukunftsprojekt n.a.t.u.r.. Er wird zunächst als mobiler Garten angelegt, der nach seiner ersten Gartensaison schließlich auf einen dauerhaften Standort umgezogen werden soll.

Eine Kooperation des DETROIT-PROJEKT mit dem Gemeinschaftsgarten e. V. im Rahmen des Zukunftsprojekts n.a.t.u.r.