ART&PASTE: VORTRAG UND WORKSHOP 2013

07/11/2013

 

Projektauftakt im November: Öffentlicher Vortrag von Adrienne Goehler

An die Kunstpraxis und -förderung wird in den letzten Jahren immer häufiger der Anspruch gestellt, nachhaltig zu wirken. Das Forschungsprojekt art&paste untersucht die verschiedenen Dimensionen, durch die dieser Anspruch wirksam wird. Viele Kunstpraktiken finden außerhalb der etablierten Kunsträume statt, sie intervenieren in öffentlichen Räumen und agieren an Schnittstellen von sozialer Praxis und gebauter Umwelt. Nachhaltigkeit wird in diesen Kontexten zu einem wichtigen Qualitätsmerkmal der Stadtentwicklung. Begreift man Nachhalt, als das woran man sich hält, wenn alles andere nicht mehr hält, lässt sich fragen, was gegenwärtig nicht mehr stabil zu sein scheint und was an dessen Stelle tritt?

Zu den Herausforderungen gegenwärtiger und zukünftiger Generationen gehört es, auszuloten, was nachhaltige gesellschaftliche Entwicklung meint, wenn Gesellschaft nicht nur auf der Grundlage von wachsender Ökonomie basiert und welche Rolle Kunst in diesen Kontexten spielt.


Öffentlicher Vortrag von Adrienne Goehler, 7. November 2013, 18 Uhr, Urbane Künste Ruhr Salon, Bahnhofsvorplatz 4, 45879 Gelsenkirchen
Unter dem Titel "Die Nachhaltigkeit braucht die Kunst, um wirksam zu sein!" sprach Adrienne Goehler über die Notwendigkeit, die kulturelle Dimension der Nachhaltigkeit stärker in den Mittelpunkt zu rücken. "Was kann Kunst, was andere nicht können?", fragte Hannah Arendt; der Vortrag beleuchtete, was dies im Hinblick auf Kunst und Nachhaltigkeit bedeuten könnte.

Forschungsworkshop "Kunst und Nachhaltigkeit – Vernetzung, Veränderung, Vermessung", 8. November 2013, Urbane Künste Ruhr Salon
Anhand dreier Begriffe untersuchte der Workshop die wechselseitigen Beziehungen zwischen Nachhaltigkeit und Kunst:
Vernetzungen: In Bezug auf Nachhaltigkeit und Kunst lassen sich unzählige Formen von Partizipation, Teilhabe und Diskursivität ausmachen.
Veränderungen: Momente des Wandels und von Transformationen bedürfen ständiger Verschiebungen. Differenzen, Widersprüche und Gegensätze gilt es, als ästhetische Erfahrungen und Wahrnehmungen wechselseitig zu ermöglichen.
Vermessungen: Neben der Beobachtung und dem Experiment ist die Messung ein Haupttyp naturwissenschaftlichen Erkenntnisgewinns. Die künstlerische Praxis, die sich vermehrt künstlerischer Forschung und Laborsituationen zuwendet, vermag andere Perspektiven zu eröffnen.

Termine

In unserem Kalender finden Sie aktuelle Termine dieses Projekts und archivierte Termine.

  • Adrienne Goehler spricht über Kunst und Nachhaltigkeit
    Adrienne Goehler spricht über Kunst und Nachhaltigkeit
  • Besucher des Vortrages von Adrienne Goehler
    Besucher des Vortrages von Adrienne Goehler
  • Publikationen zu Adrienne Goehlers Ausstellung "Zur Nachahmung empfohlen!"
    Publikationen zu Adrienne Goehlers Ausstellung "Zur Nachahmung empfohlen!"
  • Gesa Ziemer, HafenCity Universität Hamburg, eröffnet den Workshop
    Gesa Ziemer, HafenCity Universität Hamburg, eröffnet den Workshop
  • Kathrin Wildner, HafenCity Universität Hamburg, referiert zum Thema Vernetzung
    Kathrin Wildner, HafenCity Universität Hamburg, referiert zum Thema Vernetzung
  • Gesa Ziemer, HCU Hamburg, im Gespräch mit Workshop-Teilnehmern
    Gesa Ziemer, HCU Hamburg, im Gespräch mit Workshop-Teilnehmern
  • Katja Aßmann (Mitte), Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr
    Katja Aßmann (Mitte), Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr
  • Beim Workshop wurden Gedanken zu Kunst und Nachhaltigkeit ausgetauscht
    Beim Workshop wurden Gedanken zu Kunst und Nachhaltigkeit ausgetauscht