Pressemitteilungen

gestern die stadt von morgen – Eröffnung der Kunstausstellung in Bochum, Marl und Mülheim an der Ruhr

20/06/2014

Am 22. Juni 2014 wird mit gestern die stadt von morgen eine Kunstausstellung von Urbane Künste Ruhr und dem Netzwerk der RuhrKunstMuseen eröffnet, die einen neuen Blick auf die Architekturutopien der 1960er und 1970er Jahre im Ruhrgebiet wirft.

Die städtebaulichen und architektonischen Projekte im Ruhrgebiet der 1960er- und 1970er-Jahre standen im Zeichen des Aufbruchs und folgten futuristischen Vorstellungen. Bei ihrer Planung, Realisierung und Nutzung trafen sie jedoch auf die raue Wirklichkeit der Gegenwart. Heute entsprechen diese Gebäude zwar nicht mehr der aktuellen Auffassung von Stadtplanung und architektonischer Ästhetik und stehen somit oft im Mittelpunkt kontroverser Diskussionen, sind aber auch gleichzeitig Teil der jüngsten Baugeschichte geworden. Die Künstlerinnen und Künstler blicken auf diese gebauten Zukunftsvisionen, die den Fortschritt, die Modernität und den Wandel in der Bundesrepublik verkörpern sollten. Sie hinterfragen mit ihren Arbeiten auch die Rolle der Kunst in diesen Prozessen. Drei prägnante Beispiele – das Rathaus und Stadtzentrum in Marl, die Ruhr-Universität Bochum und das Forum City in Mülheim an der Ruhr – sind Gegenstand dieser Fragen und zugleich die Ausstellungsorte für Antworten oder Gegenfragen der Künstler.

Auf der Pressekonferenz stellen Lukas Crepaz, Geschäftsführer Kultur Ruhr GmbH/ Urbane Künste Ruhr, Dr. Hans Günter Golinski, Direktor Kunstmuseum Bochum und Sprecher der RuhrKunstMuseen, Georg Elben, Direktor Skulpturenmuseum Glaskasten Marl, Dr. Beate Reese, Direktorin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr, und Dr. Friederike Wappler, Wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum, das Projekt vor.

Die eingeladenen Künstler Martin Kaltwasser, KONSORTIUM (Lars Breuer, Sebastian Freytag, Guido Münch), Michaela Melián, Denise Ritter, Corinna Schnitt und Nico Joana Weber sind Spezialisten für architektonische oder urbanistische Themen. Sie befassen sich in ihren jeweiligen Arbeiten intensiv mit den vielfältigen Aspekten der gebauten Umwelt, was vor allem bedeutet: mit dem Verhältnis der Menschen zu den von ihnen selbst geschaffenen Lebensbedingungen. Sie arbeiten allerdings, was den inhaltlichen Fokus und die medialen wie ästhetischen Strategien betrifft, auf höchst unterschiedliche Art und Weise. Für gestern die stadt von morgen realisieren sie temporäre Kunstwerke im öffentlichen Raum, die auf die existierenden Orte eingehen und die Architekturutopien unmittelbar reflektieren.
Darüber hinaus bieten die flankierenden Ausstellungen in den drei beteiligten RuhrKunstMuseen kunsthistorische Vertiefung und erweiterte Perspektiven, die von Fotografen über Stadtplaner bis Filmemacher reicht und sogar von Schulkindern. So wird schließlich eine Verbindung zwischen den Außenräumen der Stadt und den Innenräumen der Institutionen hergestellt.

Das Kuratorenteam besteht aus Katja Aßmann (Künstlerische Leiterin Urbane Künste Ruhr), Anja Bauer (Wissenschaftliche Mitarbeiterin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr), Georg Elben (Direktor Skulpturenmuseum Glaskasten Marl), Kay von Keitz (Freier Kurator, Köln), Dr. Beate Reese (Direktorin Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr), Dr. Friederike Wappler (Wissenschaftliche Leiterin der Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum) und Stephan Wolters (Wissenschaftlicher Mitarbeiter Skulpturenmuseum Glaskasten Marl).

Urbane Künste Ruhr
Urbane Künste Ruhr ist die neue Kunstorganisation in der Kulturmetropole Ruhr. Die einzigartige urbane Landschaft des Ruhrgebiets wird zum Anlass genommen, gemeinsam mit Künstlern, Netzwerken und Kulturinstitutionen nach dem Kern des Urbanen zu suchen. Unter der künstlerischen Leitung von Katja Aßmann entwickelt und realisiert Urbane Künste Ruhr Projekte, die den Begriff „Kunst im öffentlichen Raum“ als tiefgreifende Gestaltung von Stadt neu definieren – immer vor Ort und gemeinsam mit den Menschen, die hier leben. Urbane Künste Ruhr wagt einen neuen Blick auf das Ruhrgebiet, auf Stadt an sich und auf die Möglichkeiten der Kunst.

Die RuhrKunstMuseen und ihre regionalen Partner
Zwanzig Kunstmuseen in fünfzehn Städten der Metropole Ruhr haben sich anlässlich der Kulturhauptstadt Europas RUHR.2010 zu dem Netzwerk RuhrKunstMuseen zusammengeschlossen. Der Idee Karl Ernst Osthaus folgend, ist jedes der Museen ein historisch gewachsener Kunstort mit individuellem Profil, gemeinsam erzählen sie die vielfältige Geschichte der Kunst – vom 19. Jahrhundert über die Klassische Moderne bis in die Gegenwart.
2010 realisierten die RuhrKunstMuseen erstmals gemeinsame Projekte, gestalteten Ausstellungen und Vermittlungsprogramme. Mit Unterstützung der regionalen Partner Ruhr Tourismus und Urbane Künste Ruhr setzen die RuhrKunstMuseen ihre Zusammenarbeit im Sinne der Nachhaltigkeit von RUHR.2010 auch nach dem Kulturhauptstadtjahr fort und arbeiten an innovativen Vermittlungsangeboten, kulturtouristischen Projekten mit überregionaler Strahlkraft, gemeinsamen Ausstellungen und neuen Veranstaltungsformaten. Das Netzwerk der RuhrKunstMuseen steht mit seinen Sammlungen, den differenzierten Ausstellungs- und Vermittlungsangeboten für die künstlerische Vielfalt der Region und ist von zentraler Bedeutung für das kulturelle Leben im Ruhrgebiet.

gestern die stadt von morgen

Ausstellungszeitraum: 22. Juni – 7. September 2014

Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Campusmuseum. Sammlung Moderne (Universitätsstraße 150, 44801 Bochum)

Skulpturenmuseum Glaskasten Marl  (Creiler Platz 1, 45768 Marl)

Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr (Synagogenplatz 1, 45468 Mülheim an der Ruhr)

Eröffnung: 22. Juni 2014

Die Eröffnung der Ausstellung findet zeitversetzt an den drei Ausstellungsorten statt:
11 Uhr: Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr
13.30 Uhr: Kunstsammlungen der Ruhr-Universität Bochum: Campusmuseum
16 Uhr: Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

Interventionen

Zeichen setzen von Corinna Schnitt: 22. Juni 2014, 17 Uhr, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl
17. Juli 2014, 18 Uhr, Ruhr-Universität Bochum: Forumsplatz

Künstlergespräche

24. August 2014, 13 Uhr mit der Künstlergruppe KONSORTIUM, Kunstmuseum Mülheim an der Ruhr

Präsentationen Resident Alien/ Marler Star

(Residenzwohnung, Barkhausstraße 63, 6. OG, 45768 Marl)
Montag, 21. Juli 2014, 19 Uhr, Pia Lanzinger
Montag, 11. August 2014, 19 Uhr, Martin Kaltwasser
Dienstag, 12. August 2014, 19 Uhr, Uwe Jonas
Sonntag, 17. August 2014, 19 Uhr, Ursula Achternkamp

Finissage

7. September 2014, 15 Uhr, Skulpturenmuseum Glaskasten Marl

www.skulpturenmuseum-glaskasten-marl.de
www.kusa-rub-moderne.de
www.kunstmuseum-mh.de
www.ruhrkunstmuseen.com
www.urbanekuensteruhr.de