Chris Kondek

Chris Kondek experimentiert erstmals Mitte der Achtzigerjahre mit Videos. Die erste feste Kooperation ergibt sich 1989 mit der Wooster Group für die Inszenierung Brace up!, gefolgt von The Emperor Jones und Fish Story. In den Neunzigerjahren arbeitet er für Robert Wilson und Michael Nyman. Laurie Anderson, eine progressive Künstlerin mit Vorerfahrung im Bereich der Videotechnik, engagiert ihn 1995 für ihr Multimedia-Konzert The Nerve Bible und 1998 für die Oper Songs and Stories from Moby Dick.

Kondek geht 1999 nach Berlin, wo er an Inszenierungen der Berliner Volksbühne beteiligt ist; unter der Regie von René Pollesch werden innerhalb einer Spielzeit verschiedene Filme auf die Bühne gebracht. Weitere Projekte mit namhaften Regisseuren folgen, wobei Kondeks Videoarbeit für die Choreografin Meg Stuart erstmals den Blick der Kritik auf sich zieht. Ab 2003 arbeitet er regelmäßig mit Stefan Pucher zusammen, in dessen Inszenierungen Videos eine wichtige Rolle spielen. Othello gastiert 2005 beim Berliner Theatertreffen, drei Jahre später dann Der Sturm.

Zur selben Zeit beschäftigt sich Kondek als Regisseur mit der Herausforderung, virtuelle Börsengeschäfte und Gesetze des Finanzmarkts auf die Bühne zu bringen. Seine Inszenierung Dead Cat Bounce, bei der noch während der Vorstellung mit den Eintrittsgeldern der Zuschauer spekuliert wird, erhält beim 6. deutschen Theaterfestival „Politik im Freien Theater“ gleich zwei Auszeichnungen (die des ZDF-Theaterkanals und die des Goethe-Instituts). 2011 erhält Kondeks Inszenierung Money – It came from outer space beim 8. Festival „Politik im Freien Theater” die Auszeichnung des Goethe Instituts.

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