DAS DETROIT-PROJEKT: SHOOT OUT

Freitag, 13. Juni, 17:00 Uhr bis 21:00 Uhr
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Foto- und Videoinstallation von Chris Kondek, Christiane Kühl und Klaus Weddig (USA/D)

In seiner staatstheoretischen Analyse De re publica unterscheidet Cicero sieben gelungene Überlebensformen in der geldlosen Gesellschaft: Tauschen, Klauen, Betteln, Besetzen, Jagen, Verzicht und Saufen.

Im Frühjahr 2014 beauftragte das ambitionierte Design-Magazin Reconquer einen renommierten Modefotografen, die antiken Strategien mit entlassenen Autoarbeitern ikonisch ins Heute zu übersetzen. Ebenfalls engagiert für das einwöchige Shooting in Bochum wurden ein Filmteam und eine Theaterpädagogin. Aufgabe der Pädagogin war es, den philosophischen Kontext zu vermitteln und durch tägliche Improvisationsübungen authentisches Verhalten der Arbeiter zu ermöglichen. Im Rahmen des regionalen Programms „Bergbau – Autos – Kunst!“ sollte gleichzeitig das kreative Potential der Kunst, individuelle und gesellschaftliche Alternativen zu denken, nachhaltig aktiviert werden.

Das Projekt scheiterte auf allen Ebenen drastisch. Das Magazin druckte die nie fertiggestellte Serie nicht. Geblieben sind fünf großformatige Fotos und ein aufschlussreiches Making-Of-Video. Eine einmalige und exklusive Präsentation des Materials findet statt in der Location, in der die letzten Aufnahmen zur Allegorie ‚Saufen’ entstanden sind.“ So beschreiben Chris Kondek und Christiane Kühl ihr Projekt.