DAS DETROIT-PROJEKT: Just in time, just in sequence

Samstag, 28. Juni, 15:00 Uhr bis 23:00 Uhr
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Eine Komposition in 3 Schichten und 15 Stationen für die Stadt Bochum von Ari Benjamin Meyers
 

Man könnte meinen, eine Fabrik funktioniert  wie ein Orchester: jeder Handgriff hat seine Zeit, seinen Takt, alles muss sitzen. Just in Time, just in Sequence – so lautet die Formel des Autobaus und der Fabrik. Ein Auto wird in einer ganz bestimmten Abfolge von Fabrikationsschritten hergestellt, wobei jeder einzelne Schritt zeitlich präzise definiert ist. Aus der Reihenfolge dieser Abschnitte entsteht eine Art Meta-Partitur, eine Chronologie, die sich in einzelne Takte und Sequenzen unterteilt, jeweils mit einem eigenen Rhythmus, eigener Dauer und eigenem Tempo, und die sich zu einer quasi „symphonischen“ Struktur verdichtet.
 
Basierend auf dieser Zeitleiste übersetzt der Komponist Ari Benjamin Meyers den Takt und den Rhythmus des Autobaus und die immer gleichen Bewegungsabläufe des Fabrikationsprozesses in ein einmaliges komponiertes Fest. Acht Stunden wird es dauern, so lang wie ein typischer Arbeitstag, gespielt und gesungen wird in wechselnden Schichten. Beteiligt sind dabei nicht nur professionelle Musiker, Performer oder Tänzer und das Ensemble des Schauspielhauses Bochum, sondern auch Opelaner und zahlreiche andere Freiwillige, Chöre und Orchester der Stadt. Gemeinsam bringen wir in den Foyers und Gängen des Schauspielhauses dieses neue Werk zum Klingen: Die ganze Stadt ist eingeladen, wenn sich das Theater in eine Fabrik und die Fabrik in Musik verwandeln.

Schauspielhaus Bochum

Eintritt frei