DAS DETROIT-PROJEKT: Ein Werk verschwindet

Dienstag, 03. Juni, 18:15 Uhr bis 20:15 Uhr
in den Kalender eintragen

Stadtraumintervention und Film von Hofmann&Lindholm (D)

Der Titel ist Programm: In bester Illusionisten-Manier präsentiert das Konzeptkünstlerteam Hofmann&Lindholm eine Show, auf deren erstaunlichem Höhepunkt das Opelwerk I in Bochum verschwindet.

Während des Festivals wird die filmische Dokumentation des Ereignisses gezeigt, das die Vorstellungskraft einer ganzen Region auf die Probe stellt: Über 5.000.000 Kubikmeter umbauter Raum, mehr als 15.000 Tonnen Stahl, sowie mehrere tausend Maschinen und Anlagen lösen sich von jetzt auf gleich in Nichts auf. Der Film thematisiert nicht allein das Verschwinden eines Automobilwerks in Deutschland: Er stiftet auch Raum für Projektionen und kann als Metapher unserer postindustriellen Gegenwart verstanden werden. Ein Werk verschwindet erzählt von einem Verlust, der nicht nur kollektiv erlebt und hingenommen, sondern auch innerhalb eines bizarr anmutenden Festakts zugelassen und anerkannt wird.  Auf Grundlage von Fakten wird eine Fiktion geschaffen, deren eigentliche Magie darin besteht, dass die Illusion durchlässig ist – für die Realität.

Premiere: 16. Mai, Endstation Kino 19:30 / 20:30, ab dann Eve-Bar, Schauspielhaus