DAS DETROIT-PROJEKT: Der Keller

Samstag, 10. Mai, 14:00 Uhr bis 19:00 Uhr
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Installation von Robert Kuśmirowski (PL)

Kritiker und Interpreten bezeichnen Robert Kuśmirowski als „genialen Fälscher“ und als „Abbildner und Manipulateur von Realität“. In den meisten Fällen basieren seine Arbeiten auf der Rekonstruktion oder dem Abbilden von alten Objekten, Dokumenten, Fotografien oder auf der Kreation von erstaunlichen Imitationen. Oft haben die Objekte keinen speziellen Prototyp, sondern erinnern lediglich an die materielle Kultur einer bestimmten Zeit. In jedem Fall bestechen sie durch präzise und akribische Arbeit. In den größeren Installationen wird darüber hinaus die Sammlerleidenschaft des Künstlers deutlich. Seine Sammlungen bezeichnet Joanna Mytkowska, Direktorin des Museum of Modern Art Warschau, als „barocken Exzess und Entropie des Details.“ So beschäftigt sich Kuśmirowski mit Themen der Erinnerung, der Geschichte und der Nostalgie, die die visuelle Kultur der älteren und jüngeren Vergangenheit begleiten und die dann langsam unter neuen Schichten verschwinden. Diese Strategie lässt sich an dem wiederkehrenden Thema der Vanitas in seinen Arbeiten ablesen. Die Rekonstruktion von Material der Vergangenheit wird ein Mittel, um Aspekte von Transität, Verschwinden und Tod sichtbar zu machen.
In Bochum realisiert Robert Kuśmirowski  eine Installation in den Kellerräumen der Zeche 1.

Zeche 1 (Prinz-Regent-Straße 50-60, Bochum), 5,00 €